| Geschätztes Vermögen | 24,02 Milliarden Euro |
| Geburtsdatum | 20. April 1935 (91 Jahre alt) |
| Geboren in | Öhringen, Deutschland |
| Nationalität | Deutsch-österreichisch |
| Familienstand | verheiratet mit Carmen Würth (seit 1956) |
| Beruf | Unternehmer und Kunstmäzen |
| Kinder | 3 (Bettina, Marion und Markus) |
| Unternehmen | Würth-Gruppe |
Reinhold Würth gehört zu den erfolgreichsten deutschen Unternehmern der Nachkriegszeit. Aus einer kleinen Schraubengroßhandlung mit nur zwei Mitarbeitern entwickelte er einen weltweit tätigen Konzern mit mehr als 400 Gesellschaften.
Das Vermögen von Reinhold Würth wird auf rund 24,02 Milliarden Euro geschätzt. Eine exakte Summe lässt sich jedoch nicht bestimmen, da die Würth-Gruppe nicht an der Börse notiert ist und die Beteiligungen der Familie über Stiftungen organisiert sind.
Aktuelle internationale Schätzungen liegen teilweise noch höher. Reinhold Würth und seine Familie werden weiterhin zu den reichsten Deutschen und den vermögendsten Menschen der Welt gezählt. Das Vermögen besteht dabei größtenteils aus dem geschätzten Wert des Familienunternehmens und nicht aus frei verfügbarem Bargeld.
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Wie hoch ist das Vermögen von Reinhold Würth?
Das Vermögen von Reinhold Würth wird für diesen Artikel mit 24,02 Milliarden Euro angegeben. Abhängig von Bewertungsmethode, Wechselkurs und Geschäftsentwicklung nennen Reichenlisten allerdings unterschiedliche Beträge.
Der wichtigste Vermögenswert ist die Würth-Gruppe. Die Unternehmensanteile wurden bereits 1987 auf vier Familienstiftungen übertragen. Dadurch soll verhindert werden, dass der Konzern nach einem Todesfall aufgeteilt oder verkauft werden muss.
Reinhold Würth besitzt daher nicht einfach persönlich sämtliche Gesellschaften des Konzerns. Das wirtschaftliche Familienvermögen ist eng mit den Stiftungen und dem Wert der Unternehmensgruppe verbunden.
Die Jugend von Reinhold Würth
Reinhold Würth wurde am 20. April 1935 in Öhringen geboren. Seine Eltern Adolf und Alma Würth gründeten im Juli 1945 in Künzelsau eine Großhandlung für Schrauben und Muttern.
Im Alter von 14 Jahren verließ Reinhold Würth die Schule und begann eine kaufmännische Ausbildung im elterlichen Betrieb. Am 1. Oktober 1949 wurde er offiziell der zweite Mitarbeiter und erste Lehrling des Unternehmens.
Schon als Jugendlicher begleitete er seinen Vater zu Kunden. Dabei entdeckte er seine besondere Stärke im Verkauf, die später zur Grundlage des gesamten Geschäftsmodells der Würth-Gruppe wurde.
Übernahme des Familienbetriebs mit 19 Jahren
Nach dem unerwarteten Tod seines Vaters übernahm Reinhold Würth 1954 im Alter von nur 19 Jahren die Geschäftsleitung. Unterstützt wurde er zunächst von seiner Mutter Alma.
Der damalige Betrieb bestand aus zwei Mitarbeitern und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von umgerechnet ungefähr 80.000 Euro. Würth konzentrierte sich auf den direkten Verkauf an Handwerker und Industriebetriebe.
Außendienstmitarbeiter sollten nicht warten, bis Kunden Bestellungen aufgaben, sondern diese regelmäßig persönlich besuchen. Dieses Vertriebsmodell wurde später international ausgerollt.
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Die internationale Expansion der Würth-Gruppe
1962 gründete das Unternehmen seine erste Auslandsgesellschaft in den Niederlanden. Noch im selben Jahr folgten Gesellschaften in Österreich und der Schweiz.
In den folgenden Jahrzehnten expandierte Würth in zahlreiche weitere Länder. Gleichzeitig erweiterte der Konzern sein Sortiment und übernahm Unternehmen aus angrenzenden Geschäftsbereichen.
Heute ist die Würth-Gruppe nicht mehr nur ein Schraubenhändler. Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt unter anderem:
- Schrauben und Befestigungsmaterial,
- Werkzeuge und Maschinen,
- Produkte für das Bau- und Kfz-Gewerbe,
- Elektroinstallationsmaterial,
- elektronische Komponenten,
- Chemieprodukte sowie
- Finanzdienstleistungen.
Wie groß ist die Würth-Gruppe heute?
Die Würth-Gruppe erzielte 2025 einen Rekordumsatz von rund 20,7 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis vor Steuern lag bei ungefähr 940 Millionen Euro.
Weltweit beschäftigte der Konzern 86.415 Menschen, darunter rund 44.000 Mitarbeiter im Vertrieb. Die Gruppe umfasst mehr als 400 Gesellschaften und über 2.800 Niederlassungen in 80 Ländern.
Damit sind die Zahlen aus älteren Artikeln deutlich überholt. Der damalige Umsatz von rund 14 Milliarden Euro ist inzwischen auf mehr als 20 Milliarden Euro gestiegen.
Warum wurde Würth so erfolgreich?
Der Erfolg der Unternehmensgruppe basiert vor allem auf einem engmaschigen Direktvertrieb.
Die Außendienstmitarbeiter besuchen Handwerks- und Industriekunden persönlich, kennen deren Bedarf und können Produkte unmittelbar anbieten. Ergänzt wird dieses System heute durch Niederlassungen, Onlineshops und digitale Bestellmöglichkeiten.
Weitere Erfolgsfaktoren waren:
- die frühe Expansion ins Ausland,
- ein sehr umfangreiches Produktsortiment,
- regelmäßiger persönlicher Kundenkontakt,
- die Übernahme ergänzender Unternehmen und
- eine langfristige Strategie als Familienunternehmen.
Reinhold Würth zog sich 1994 aus der operativen Geschäftsführung zurück. Danach blieb er der Gruppe zunächst über den Unternehmensbeirat und später als Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats verbunden.
Generationswechsel bei Würth
Ende 2024 gab Reinhold Würth den Vorsitz des Stiftungsaufsichtsrats ab. Seit 2025 führt sein Enkel Benjamin Würth dieses oberste Kontrollgremium der Unternehmensgruppe.
Sebastian Würth übernahm den Vorsitz des Beirats, während Maria Würth die Verantwortung für den Bereich Kunst und Kultur erhielt. Reinhold Würth trägt heute den Titel des Ehrenvorsitzenden des Stiftungsaufsichtsrats.
Der frühzeitig vorbereitete Generationswechsel soll sicherstellen, dass der Konzern langfristig in Familienhand bleibt.
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Schloss Hermersberg als Familienwohnsitz
Reinhold Würth lebt mit seiner Familie auf Schloss Hermersberg bei Niedernhall.
Er erwarb das historische Gebäude Anfang der 1970er-Jahre in einem renovierungsbedürftigen Zustand. Nach umfangreichen Arbeiten zog die Familie 1974 dort ein.
Das Schloss ist einer der bekanntesten privaten Vermögenswerte der Familie. Sein aktueller Marktwert wurde jedoch nicht veröffentlicht und lässt sich aufgrund des historischen Charakters nur schwer bestimmen.
Reinhold Würth als Kunstsammler
Neben dem Unternehmen gilt die Kunst als eine der großen Leidenschaften von Reinhold Würth.
Den Grundstein für seine Sammlung legte er 1972 mit dem Kauf eines Gemäldes von Emil Nolde. Heute umfasst die Sammlung Würth mehr als 20.000 Werke aus etwa 500 Jahren Kunstgeschichte.
Vertreten sind unter anderem Werke von:
- Pablo Picasso,
- Max Beckmann,
- Ernst Ludwig Kirchner,
- Emil Nolde,
- Max Ernst,
- Georg Baselitz,
- Anselm Kiefer und
- David Hockney.
Die Werke werden in 15 Museen und Kunstdependancen in Deutschland und anderen europäischen Ländern gezeigt. Der Eintritt ist grundsätzlich kostenlos.
Der genaue Wert der Sammlung ist nicht öffentlich bekannt. Angesichts ihres Umfangs und der vertretenen Künstler dürfte sie jedoch einen erheblichen wirtschaftlichen Wert besitzen.
Förderer von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft
Reinhold und Carmen Würth gründeten 1987 die gemeinnützige Stiftung Würth.
Sie unterstützt Projekte in den Bereichen:
- Kunst und Kultur,
- Bildung und Wissenschaft,
- Soziales und Integration sowie
- regionale Entwicklung.
Zum kulturellen Engagement gehören neben den Museen auch das Carmen Würth Forum und die Würth Philharmoniker.
Würth wurde für seine unternehmerischen und gesellschaftlichen Leistungen mehrfach ausgezeichnet. Dazu zählen der Deutsche Gründerpreis für sein Lebenswerk sowie das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.
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Familie und Nachfolge
Reinhold Würth ist seit 1956 mit Carmen Würth, geborene Linhardt, verheiratet. Das Paar hat drei Kinder sowie mehrere Enkel und Urenkel.
Die Familie ist über verschiedene Stiftungen eng mit der Würth-Gruppe verbunden. Dadurch wurde die Unternehmensnachfolge bereits Jahrzehnte vor einem möglichen Erbfall geregelt.
Das häufig als persönliches Vermögen bezeichnete Milliardenvermögen befindet sich deshalb zu großen Teilen in den familiären Stiftungsstrukturen. Diese Konstruktion soll den Fortbestand des Unternehmens sichern und einen Verkauf einzelner Anteile verhindern.
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Wie realistisch sind 24,02 Milliarden Euro?
Ein geschätztes Vermögen von 24,02 Milliarden Euro erscheint aufgrund der Größe und Profitabilität der Würth-Gruppe grundsätzlich plausibel.
Für diese Bewertung sprechen:
- mehr als 20 Milliarden Euro Jahresumsatz,
- ein Vorsteuerergebnis von rund 940 Millionen Euro,
- über 400 Gesellschaften in 80 Ländern,
- umfangreiche Immobilien- und Unternehmenswerte sowie
- die wertvolle Sammlung Würth.
Da die Würth-Gruppe nicht börsennotiert ist, existiert allerdings kein öffentlich sichtbarer Aktienkurs. Reichenlisten müssen den Unternehmenswert anhand von Umsatz, Gewinn, Vergleichsunternehmen und weiteren Kennzahlen schätzen.
Das tatsächliche Vermögen kann daher deutlich schwanken. Aktuelle internationale Rankings beziffern das Familienvermögen teilweise sogar auf mehr als 27 Milliarden US-Dollar.
Fazit: Das Vermögen von Reinhold Würth
Das Vermögen von Reinhold Würth wird auf ungefähr 24,02 Milliarden Euro geschätzt. Damit gehört der Unternehmer weiterhin zu den reichsten Menschen Deutschlands.
Seine Erfolgsgeschichte begann als erster Lehrling im kleinen Schraubenhandel seines Vaters. Nach dessen Tod übernahm Würth mit nur 19 Jahren die Leitung und entwickelte den Betrieb zu einem internationalen Konzern.
Die Würth-Gruppe erwirtschaftete 2025 rund 20,7 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt mehr als 86.000 Menschen.
Ein großer Teil des Familienvermögens ist in Stiftungen gebunden. Dadurch soll das Unternehmen auch nach dem vollständigen Rückzug des Gründers unabhängig und in Familienhand bleiben.
Neben seinem unternehmerischen Lebenswerk hinterlässt Reinhold Würth ein bedeutendes kulturelles Erbe. Seine Kunstsammlung umfasst inzwischen mehr als 20.000 Werke und wird in zahlreichen Museen kostenlos der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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