Abnehmen im Liegen ist die vergangenen 8 Jahre zu einer wahren Erfolgsgeschichte geworden. Unternehmer Chris Steiner hat dafür gesorgt, dass das Lizenzsystem sich weit über die österreichischen Grenzen hinweg etabliert. Und das trotz Corona und Wirtschaftsabschwüngen.
Was die Gründe für diesen nachhaltigen Erfolg sind und welche Neuerungen geplant sind, verrät er im exklusiven Interview mit dem LeaderMagazin.

Herr Steiner, „Abnehmen im Liegen“ feiert acht Jahre. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie auf diese Zeit zurückblicken?
Chris Steiner: Vor allem Dankbarkeit. Acht Jahre klingen im ersten Moment nach einer Zahl, aber dahinter stecken unzählige Entscheidungen, Begegnungen, Fehler, Learnings und Momente, die man nie vergisst. Wir haben Dinge erlebt, die man in einem europaweit tätigen Unternehmen wahrscheinlich erst versteht, wenn man selbst mitten drinsteht. Es gab unfassbare Höhen, aber auch Situationen, in denen schnelle und klare Entscheidungen notwendig waren. Mein Team hat diese wirklich großen Herausforderungen bravourös gemeistert. Gerade deshalb bedeutet mir dieses Jubiläum so viel.
Was war rückblickend die prägendste Phase?
Chris Steiner: Die Corona-Krise war sicher eine der härtesten Phasen. Unsere Branche lebt von persönlichem Kontakt, von Studios, von Beratung und von Vertrauen. Plötzlich standen viele Partnerinnen und Partner vor geschlossenen Türen. Für mich war klar: Wir dürfen in so einer Situation nicht nur abwarten. Wir mussten schnell Lösungen schaffen, damit unsere Partner trotz Lockdown handlungsfähig bleiben und nicht das Gefühl haben, allein durch diese Zeit zu müssen.
Was heißt das konkret?
Chris Steiner: Es ging um Kommunikation, Orientierung und praktische Unterstützung. In Krisen zählt nicht die perfekte Präsentation, sondern ob Menschen spüren, dass jemand Verantwortung übernimmt. Wir haben versucht, unsere Partner durch diese Phase zu begleiten und ihnen Wege zu zeigen, wie sie den Kontakt zu ihren Kundinnen halten können. Das war nicht einfach, aber genau solche Zeiten zeigen, wie belastbar ein Unternehmen wirklich ist und ob es gewappnet für die nächsten Herausforderungen ist.
Der Start war deutlich kleiner als das heutige Netzwerk. Wie erinnern Sie sich an die Anfangszeit?
Chris Steiner: Ganz ehrlich: Wir sind mit einer Maschine gestartet, die heute wahrscheinlich niemand mehr anschauen würde. Heute stellt sie eine Technologie dar, die einfach nicht zukunftsfähig ist. Deshalb haben wir weitere Versionen erarbeitet und Schwachstellen ausgemerzt. Aber sie war der Anfang. Und dieser Anfang war wichtig, um uns und unser Unternehmen weiterzuentwickeln. Es wurde eindrucksvoll bewiesen, dass es eine Nachfrage nach unseren Konzepten gibt. Mit unseren neuen Technologien können wir diese Nachfrage noch besser befriedigen.
Inzwischen sprechen Sie von neuen Maschinen- und Technologie-Versionen. Welche Rolle spielt die Technologie für die Weiterentwicklung?

Chris Steiner: Eine ganz zentrale. Stillstand wäre in unserer Branche gefährlich. Kundinnen werden informierter, Partnerbetriebe professioneller, der Markt anspruchsvoller. Deshalb haben wir über die Jahre nicht nur am Konzept gearbeitet, sondern auch an der Technologie. Mittlerweile gibt es drei neue Maschinen-Versionen. Für mich ist das ein Zeichen, dass wir nicht stehen bleiben. Ein gutes System muss sich laufend weiterentwickeln, sonst wird es irgendwann austauschbar.
Am Wochenende (13.6. und 14.6.) wird in der Firmenzentrale gefeiert. Was erwartet die Partnerinnen und Partner?
Chris Steiner: Wir erwarten mehrere hundert Partnerinnen und Partner. Es wird ein Wochenende, das einerseits zurückblickt, andererseits aber ganz klar nach vorne zeigt. Samstag und Sonntag wartet jeweils eine Überraschung. Mehr möchte ich dazu vorher nicht sagen. Mir ist wichtig, dass unsere Partner spüren: Dieses Jubiläum ist nicht nur eine Feier, sondern ein Kick-off für die nächste Phase. Ich möchte zeigen, dass wir für die nächsten Herausforderungen gewappnet sind. Dazu haben wir intern Veränderungen vorgenommen und fünf neue Leute eingestellt. Wenn ein Unternehmen wächst, müssen auch Prozesse, Betreuung, Schulung und Kommunikation mitwachsen. Gleichzeitig geht es auch darum, neue Impulse und Perspektiven in die Strukturen zu bekommen. Das geht oftmals nur mit neuen Mitarbeitern, die Dinge hinterfragen und neue Projekte anstoßen.
Wie bewerten Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage?
Chris Steiner: Brutal. Das muss man so sagen. Viele Unternehmen spüren, dass Kundinnen und Kunden vorsichtiger werden, Kosten steigen und Entscheidungen länger dauern. Nicht alle werden durch diese Phase kommen. Ich glaube aber, dass gerade jetzt sichtbar wird, welche Unternehmen Substanz haben. Für uns heißt das: Wir dürfen unsere Partner nicht nur in erfolgreichen Zeiten feiern, sondern müssen ihnen auch in schwierigen Zeiten beistehen.
Was ist Ihre wichtigste Botschaft zum Jubiläum?
Chris Steiner: Wir sind motivierter denn je. Acht Jahre sind eine unfassbar lange Zeit im Business – vor allem, wenn man bedenkt, welche Herausforderungen wir meistern mussten. Für mich fühlt es sich aber eher so an, als hätten wir gerade erst verstanden, wie groß das Potenzial wirklich ist. Jetzt geht es darum, die nächsten Schritte sauber, mutig und mit Verantwortung gegenüber unseren Partnern zu gehen. Und genau dafür haben wir im Team Lösungen entwickelt.
Herzlichen Dank für das Gespräch!
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