Social-Recruiting zu betreiben, ist für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen enorm wichtig. 60-70% der Unternehmen in Österreich und Deutschland mit mehr als 20 Mitarbeitern nutzen Social Media in eigener Sache.
Einerseits ist es eine fantastische Möglichkeit, mit potenziellen Bewerber*innen ungezwungen und dennoch zielgerichtet ins Gespräch zu kommen, andererseits muss die Außendarstellung des Unternehmens professionell umgesetzt werden. Auf welche Faktoren hier besonders zu achten ist, erläutern wir in diesem Blogartikel.
Social Media erlaubt tiefe Einblicke
Menschen bewegen sich auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, um zu diskutieren, Informationen zu suchen, sich inspirieren zu lassen, aber vor allem auch, um sich selbst in gewisser Art und Weise zu präsentieren. Man möchte am Leben anderer teilhaben, aber eben auch am eigenen Leben teilhaben lassen. Insofern ist der Punkt der Außendarstellung von Unternehmen, die Top-Performer suchen, enorm wichtig, um weiter im Gespräch mit ihnen zu bleiben. Der Erstkontakt des potenziellen Mitbewerbers mit dem zukünftigen Arbeitgeber entscheidet darüber, wie die Kommunikation zwischen den Gesprächspartnern weitergeht.
Nicht nur die Darstellung der eigenen Professionalität und Seriosität seitens des Unternehmens ist ausschlaggebend, sondern auch die Authentizität dieser Darstellungen. Digitale Hochglanzbroschüren nutzen wenig, wenn ihnen kein Glauben geschenkt wird. Wie man an der eigenen Glaubhaftigkeit arbeitet, zeigen wir nun.
Social-Media-Recruiting beginnt im Alltag des Unternehmens
Wie bereits erwähnt, sind soziale Medien dafür da, Einblicke ins eigene Leben der User zu gewähren, Erinnerungen zu teilen und Meinungen zu diskutieren. Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sein möchten, sollten ebenfalls Einblicke in ihren Arbeitsalltag gewähren und auf ihren Kanälen veröffentlichen. Dabei ist es nicht notwendig, dass beispielsweise alle Fotos von Starfotografen geschossen und diese in Szene gesetzt werden, sondern dass konstant Beiträge geliefert werden, die einen roten Faden und eine Art von Storytelling erlauben. Unternehmen können auf diese Weise zeigen, für welche Werte sie stehen, wie ihre Visionen aussehen und welche Sorte von Menschen bereits dort arbeiten. Zeigen Sie, welche Überraschungen der Arbeitsalltag in Ihrem Unternehmen für A-Player bereithalten kann. Mitarbeiter*innen, die ihre Meinung über ihren Arbeitgeber kundtun oder gar für ein Interview bereitstehen, sorgen für den entsprechenden „Trust-Faktor“ und Authentizität.
Die Unternehmensbeschreibung
Bevor das muntere Posten losgeht, sollten jedoch die Basics, die den Besucher:innen Ihrer Seite Orientierung liefern, erledigt sein. Nichts ist schlimmer, als auf eine leere Firmenseite, ohne Informationen oder Beiträge, verknüpft zu werden. Deshalb ist es sinnvoll, mit der Unternehmensbeschreibung zu beginnen, um darzulegen, wer man ist und wofür man steht als Unternehmen. Bewerber:innen werden erst mit Ihnen ins Gespräch kommen, wenn sie wissen, mit wem sie es zu tun haben. Deshalb sollten unbedingt folgende Fragen im Unternehmensprofil beantwortet werden:
- Wie ist Ihre Firma/Ihr Projekt entstanden?
- Wie helfen Sie der Welt mit Ihrem Produkt und Ihren Leistungen?
- Wie sieht Ihre Zusammenarbeit/der Arbeitsalltag in der Firma aus?
- Nach welcher Sorte von Menschen halten Sie Ausschau?
Nehmen Sie sich Zeit für die Ausformulierung der Antworten, denn die Art und Weise, wie Sie Ihr Unternehmen in Szene setzen, liefert bereits viel Hintergrundinformation im Subtext, mit wem potenzielle Mitarbeiter*innen es zu tun bekommen. Sind die Antworten kreativ, kann man davon ausgehen, es mit einem dynamischen und aufgeschlossenen Unternehmen zu tun zu haben. Sind die Antworten eher ausführlich und ohne Esprit, dann könnte dies bedeuten, dass man es mit hierarchischen oder konservativen Strukturen zu tun bekommt. Sie müssen entscheiden, wie Sie nach außen treten und wen Sie mit den Inhalten ansprechen möchten.
Posten Sie konstant, aber nicht alles und dauernd
Social Media lebt davon, dass konstant neue Inhalte gepostet werden. Dies müssen keinesfalls 5 Stück am Tag sein, doch eine gewisse Regelmäßigkeit sollte schon an den Tag gelegt werden. Dafür lohnt sich eine Social-Media-Planung, die im Vorhinein festlegt, welche Inhalte wann gepostet werden.
Was aber noch wichtiger als die Regelmäßigkeit der Postings ist, ist die Art der veröffentlichten Inhalte. Sie sollten dazu animieren, in die Interaktion mit den Usern der Plattform zu gelangen. Je mehr Interaktion, desto mehr Reichweite generiert man als Unternehmen und desto mehr Menschen erfahren von Ihren Inhalten.
Sorgen Sie vor allem dafür, dass sich in Ihren Postings die Werte des Unternehmens widerspiegeln. Es nützt herzlich wenig, wenn Sie Dinge posten, die nicht zu Ihren Firmenwerten passen, nur um Reichweite zu erlangen.
Fazit
Es ist mehr als offensichtlich, dass sich immer mehr Menschen immer länger auf Social Media Kanälen aufhalten. Das bedeutet, dass Social-Recruiting nicht mehr aus dem Unternehmensalltag wegzudenken ist. Diese noch relativ junge Form des Recruitings beginnt eigentlich schon mit der Außendarstellung des Unternehmens auf den Plattformen. Die Art und Weise, wie dies umgesetzt wird, ist der erste Baustein für einen möglichen Erfolg dieser Vorgehensweise, Top-Player über Social-Media-Kanäle für das eigene Unternehmen zu begeistern und zu gewinnen.
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