Wer früher an Projektmanagement dachte, dachte an große Unternehmen und vor allem an die Branchen, die sich auf technische Produkte und Dienstleistungen fokussiert haben. Genau das hat sich in den letzten Jahren jedoch verändert. Denn egal, ob im Marketing, im Bauwesen oder im Bereich Bildung: Überall geht es darum, früher oder später Projekte zu planen, umzusetzen und am Ende zu analysieren.
Unter modernem Projektmanagement versteht man mittlerweile die Planung, die Steuerung und die Kontrolle von Plänen, die einem klaren Ziel folgen und innerhalb einer bestimmten Frist umgesetzt werden sollen.
Gleichzeitig ist die Arbeitswelt immer komplexer geworden. Zu den besonderen Herausforderungen, mit denen Projektverantwortliche regelmäßig konfrontiert werden, gehören unter anderem der globale Markt, eine große Anzahl an digitalen Prozessen und die Tatsache, dass viele Teams interdisziplinär arbeiten.
Die folgenden Abschnitte zeigen auf, wie modernes Projektmanagement funktioniert und worauf Verantwortliche achten sollten, sie ersetzen jedoch keine professionelle Projektmanagement Beratung.
Klassisches und agiles Projektmanagement: So unterscheiden sie sich voneinander
Diejenigen, die sich ein wenig genauer mit der Geschichte des Projektmanagements auseinandersetzen, stellen meist schnell fest, dass es „die eine, typische“ Vorgehensweise nicht mehr gibt. Stattdessen wird vor allem in Bezug auf klassisches und agiles Projektmanagement unterschieden.
Klassisches Projektmanagement
Beim klassischen Projektmanagement folgen alle Schritte einem klaren, linearen Ablauf. Alle Phasen, wie zum Beispiel…:
- Planung
- Umsetzung
- Test
- Abschluss
bauen aufeinander auf. Das bedeutet auch: Damit eine Phase beginnen kann, muss eine andere abgeschlossen werden. Diese Option eignet sich besonders gut für Projekte, bei denen die Anforderungen klar definiert und die Rahmenbedingungen stabil sind.
Agiles Projektmanagement
Das agile Projektmanagement basiert auf deutlich mehr Flexibilität. Methoden, wie zum Beispiel Scrum oder Kanban, ermöglichen es, immer wieder Anpassungen vorzunehmen und auf neue Situationen zu reagieren. So muss das komplette Projektmanagement nicht immer wieder neu strukturiert werden. Gerade für diejenigen, die zum Beispiel in der Softwareentwicklung oder in anderen, eher dynamischen Umfeldern arbeiten, handelt es sich hierbei um einen klaren Vorteil.
Welche Rolle spielt die Projektleitung?
Die Projektleitung nimmt eine der zentralen Rollen im modernen Projektmanagement ein. Sie plant, koordiniert und kommuniziert mit den entsprechenden Stellen. Sie sollte fachlich kompetent sein, aber auch soziale Fähigkeiten haben.
Zu ihren typischen Aufgaben gehören das Erstellen eines Projektplans, die Definition von Meilensteinen, Ressourcenplanung, das Bewerten etwaiger Risiken und der Austausch mit Stakeholdern.
Diese Herausforderungen bringt das moderne Projektmanagement mit sich
Immer wieder zeigt sich: Funktionierende Projekte sind keine Selbstläufer. Und unter anderem sorgt die Tatsache, dass sich die Arbeitswelt in der Vergangenheit geändert hat (und immer noch verändert), dafür, dass auch neue Anforderungen an Projektstrukturen gestellt werden müssen.
Wichtige Bereiche, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen, sind unter anderem…:
- der Aspekt, dass es in vielen Unternehmen mittlerweile zum Standard geworden ist, remote zu arbeiten
- die Zusammenarbeit in internationalen Teams (inklusive möglicher Sprachbarrieren und der Zeitverschiebung)
- die Digitalisierung.
Gleichzeitig sehen sich viele Marken, unter anderem auch im Mittelstand, mit einem enormen Innovationsdruck konfrontiert. Dieser bewirkt unter anderem, dass Projekte schneller als früher umgesetzt werden müssen, ohne an Qualität einzubüßen. Und genau diese Dynamik macht modernes Projektmanagement bzw. die hiermit verbundenen Anforderungen komplexer und erfordert flexible, gleichzeitig aber auch stabile Strukturen.
Modernes Projektmanagement kann (und sollte) nachhaltig sein
Hierbei handelt es sich um eine besonders interessante Entwicklung, die im Jahr 2026 wahrscheinlich noch weiter an Fahrt aufnehmen wird. Viele Unternehmen legen mittlerweile großen Wert darauf, dass ihr Projektmanagement nicht nur effektiv, sondern auch nachhaltig ist. Sowohl in der Gegenwart als auch langfristig.
Hierzu gehört es unter anderem, eine gewisse Form von Ressourcenbewusstsein zu schaffen und sich seiner sozialen Verantwortung bewusst zu sein. Diese beiden Faktoren fließen in die entsprechenden Planungsprozesse ein und können Unternehmen dabei helfen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.
Digitale Tools im Projektmanagement: Das sind die Vorteile
Zahlreiche Verantwortliche in Unternehmen dürften sich einig sein: Mittlerweile ist es, gerade bei komplexen Zusammenhängen, fast unmöglich, im Projektmanagement auf digitale Unterstützung zu verzichten. Mit verschiedenen Software-Lösungen lassen sich Aufgaben verteilen, Termine planen und Fortschritte in Echtzeit kontrollieren.
Zudem hilft die visuelle und übersichtliche Darstellung der einzelnen Projektabschnitte oft dabei, potenzielle Engpässe schneller zu erkennen.
Trotz aller Vorteile, die die digitalen Tools bieten, ist es wichtig, auf klare Strukturen zu setzen. Es braucht weiterhin definierte Prozesse und Verantwortlichkeiten, um eine möglichst effektive Projektsteuerung zu gewährleisten.
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